Wertermittlung Immobilie Erbschaft / Schenkung - der gemeine Wert - Verkehrswertermittlung dringend empfohlen

Im Falle der Erbschaft oder Schenkung einer Immobilie ist es sinnvoll, den Nachweis des niedrigen gemeinen Werts zu erbringen, wenn die Freibeträge nach § 16 Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz (ErbStG) überschritten werden. Freiberäge richten sich nach der individuellen Steuerklasse des/der Erben bzw. Beschenkten. Liegt die Erbschaft über dem Freibetrag ist auf den übersteigenden Betrag Erbschaftssteuer zu entrichten.

Quelle: Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz (ErbStG) zuletzt geändert durch Art. 30 G v. 26.6.2013 I 1809

Die Höhe der Freibeträge und die Steuerklasse, nach der die Erbschaftssteuer bzw. Schenkungssteuer ermittelt wird, hängen ab vom Verwandtschaftsverhältnis zwischen dem Erblasser/Schenker und dem Erben/Beschenkten.

Unsere Empfehlung - steuern sparen

Vermutet der Erbe oder Beschenkte eine eventuelle oder sichere Überschreitung der Freibeträge, ist es ratsam, den Verkehrswert der Immobilie zum Todestag oder Schenkungstag durch sachkundige Wertgutachter feststellen zu lassen.

Wir bieten Ihnen an, im Rahmen einer Immobilienbewertung mittels Verkehrswertermittlung nach § 194 BauGB, dem Finanzamt gegenüber den Nachweis des niedrigeren gemeinen Werts zu führen.

Bewertungsgesetz (BewG)

§ 9 Bewertungsgrundsatz, gemeiner Wert

(1) Bei Bewertungen ist, soweit nichts anderes vorgeschrieben ist, der gemeine Wert zugrunde zu legen.

(2) Der gemeine Wert wird durch den Preis bestimmt, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach der Beschaffenheit des Wirtschaftsgutes bei einer Veräußerung zu erzielen wäre. Dabei sind alle Umstände, die den Preis beeinflussen, zu berücksichtigen. Ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse sind nicht zu berücksichtigen.

(3) Als persönliche Verhältnisse sind auch Verfügungsbeschränkungen anzusehen, die in der Person des Steuerpflichtigen oder eines Rechtsvorgängers begründet sind. Das gilt insbesondere für Verfügungsbeschränkungen, die auf letztwilligen Anordnungen beruhen.

§ 198 Nachweis des niedrigeren gemeinen Werts

Weist der Steuerpflichtige nach, dass der gemeine Wert der wirtschaftlichen Einheit am Bewertungsstichtag niedriger ist als der nach den §§ 179, 182 bis 196 ermittelte Wert, so ist dieser Wert anzusetzen. Für den Nachweis des niedrigeren gemeinen Werts gelten grundsätzlich die auf Grund des § 199 Abs. 1 des Baugesetzbuchs erlassenen Vorschriften.

Quelle: Bewertungsgesetz BewG zuletzt geändert durch Art. 6 G v. 18.7.2014 I 1042


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